Kalte Füße auf dem Sofa, aber der Pullover bleibt im Schrank – dabei kostet jedes Grad mehr bares Geld. Beim Heizkosten sparen gilt: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart ungefähr 6 % Heizenergie. Dafür reichen etwa 20 °C im Wohnzimmer und 16–18 °C im Schlafzimmer, nie unter 16 °C. Hier siehst du, wo du an Thermostat, Lüften und Dämmung selbst entscheiden kannst.

Heizkosten sparen: Welche Temperatur gehört in welches Zimmer?
Richtwerte pro Raum
Die Richtwerte unterscheiden sich je nach Stelle leicht. Die Tabelle zeigt sie nebeneinander.
| Raum | Verbraucherzentrale | Umweltbundesamt | co2online |
|---|---|---|---|
| Wohnzimmer | 20 °C | höchstens 20 °C | etwa 20 °C |
| Arbeits- und Kinderzimmer | – | – | etwa 20 °C |
| Küche | – | 18 °C | – |
| Schlafzimmer | 18 °C | 17 °C | etwa 16 °C |
| Wenig genutzte Räume, Flur | 16 °C | – | etwa 16 °C |
Quelle: Verbraucherzentrale, Umweltbundesamt, co2online, Abruf 14. Oktober 2026
Fürs Schlafzimmer ergibt sich eine Spanne von 16–18 °C. Als Untergrenze gilt 16 °C, auch nachts und in ungenutzten Räumen. Darunter drohen Feuchtigkeit an den Wänden und Schimmel. Bei kleinen Kindern, älteren Menschen oder gesundheitlichen Einschränkungen darf es wärmer sein.
Was ein Grad weniger bringt
Als Faustregel spart jedes Grad weniger etwa 6 % Heizenergie. Ein Beispiel aus einem 130-m²-Haus mit Gasheizung: 1 °C weniger spart dort rund 1.000 kWh und etwa 120,00 € im Jahr. Das ist ein Haus-Beispiel, kein Wert für jede Wohnung.
Noch mehr Ideen findest du in den weiteren Spartipps im EasyDealz Magazin.
Thermostat und Nachtabsenkung richtig einstellen
Stufen als Orientierung
Die Zahlen am Thermostat sind keine Gradangaben. Die Tabelle zeigt, welche Temperatur ungefähr dahintersteckt.
| Thermostatstufe | Ungefähre Raumtemperatur |
|---|---|
| Stufe 1 | 12 °C |
| Stufe 2 | 16 °C |
| Stufe 3 | 20 °C |
| Stufe 4 | 24 °C |
| Stufe 5 | 28 °C |
Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 16. Februar 2026
Die Einteilung trifft nicht immer genau zu, manche Modelle haben eine Skala von 16–24 °C. Stufe 5 heizt den Raum nicht schneller auf, sie verschwendet nur Energie. Stell das Thermostat deshalb direkt auf die Wunschtemperatur. Stehen mehrere Heizkörper im Raum, bekommen alle dieselbe Einstellung.
Nachts und bei Abwesenheit
Nachts und beim Verlassen der Wohnung drehst du das Thermostat eine halbe bis ganze Stufe herunter. Bei einigen Stunden Abwesenheit sind etwa 18 °C sinnvoll. Statt gar nicht zu heizen, senkst du nur ab. Sonst kühlen die Innenwände zu stark aus und das Schimmelrisiko steigt.
Wann Absenken nichts bringt
Bei Wärmepumpe und Fußbodenheizung bringen starke Absenkung oder Abschaltung wenig. Sie senken den Komfort und schaden meist der Effizienz. Die Nachtabschaltung gilt nur für Kessel mit Heizkörpern. In sehr gut gedämmten Gebäuden ist der Effekt ebenfalls gering, in schlecht gedämmten lohnt er besonders.
Handgriffe ohne Umbau: lüften, entlüften, abdichten
Stoßlüften statt Kipplüften
Öffne die Fenster mehrmals täglich ganz, am besten mit Durchzug. Etwa fünf Minuten genügen. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen die Wände aus und bergen durch Kondensation ein Schimmelrisiko. Dreh beim Lüften das Thermostatventil kurz ganz zu. Wer sparsam heizt, sollte häufiger lüften.

Heizkörper freihalten und entlüften
Sofas und Schränke brauchen mindestens 30 cm Abstand zum Heizkörper. Vorhänge enden oberhalb, Verkleidungen sind tabu, Staub und Flusen gehören weg. Gluckert ein Heizkörper oder bleibt er oben kalt, entlüftest du ihn.
- 1Material bereitlegenEntlüfterschlüssel, Behälter und Lappen
- 2Ventil öffnenAufdrehen, bis nur noch Wasser kommt
- 3Ventil schließenDanach wieder zudrehen
- 4Druck prüfenZum Schluss den Heizungsdruck kontrollieren
Bei mehreren Etagen beginnst du unten. Im Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung sprichst du vorher mit der Verwaltung.

Fenster und Türen abdichten
Klemm ein Blatt Papier ins geschlossene Fenster. Lässt es sich herausziehen, ist das Fenster undicht. Bei Dichtungen ist gummiartiges Material besser als Schaumstoff. Bei Türen hilft eine Dichtung, ein Zugluftstopper ist weniger wirksam. Weiteres Zubehör für den Haushalt findest du bei den Deals zu Klebefilm und Kleinkram für den Haushalt.
Kleine Investitionen: Thermostate und Dämmung
Programmierbare Thermostate
Programmierbare Thermostate passen meist an alle Heizkörper, Adapter liegen bei. Sie laufen mit Batterien, die etwa alle 1–2 Jahre getauscht werden. Mit separatem Fensterkontakt regeln sie flexibler als eine starre Fensterautomatik, die zum Beispiel fest 20 Minuten pausiert. Als Mieter tauschst du sie selbst, bewahrst die alten aber für den Auszug auf.
Der Spareffekt hängt vom bisherigen Verhalten ab. Wer nie abgesenkt hat, spart spürbar, sonst gewinnt er vor allem Komfort. Stiftung Warentest prüfte elf smarte Heizkörperthermostate: Sechs schnitten gut ab, vier befriedigend, eins ausreichend. Die Testpreise lagen bei 44,00 bis 110,00 €, das sind keine aktuellen Preise.
- Spürbare Einsparung bei bisher unregelmäßigem Absenken
- Heizzeiten und Temperaturen genau programmierbar, per App auch von unterwegs
- Als Mieter selbst tauschbar
- In sehr gut gedämmten Gebäuden ist der Spareffekt gering
- Starre Fensterautomatik pausiert fest, etwa 20 Minuten
- Batterien müssen alle 1–2 Jahre getauscht werden
Die Thermostat-Preise in der folgenden Tabelle stammen aus dem Februar 2026. Den aktuellen Preis siehst du beim Händler. Passend zum Online-Einkauf: die Pauschalgebühr für Temu und Shein im Magazin.
Rollladenkasten, Heizkörpernische, Rohre
Dämmung kostet einmalig und spart danach jedes Jahr. Die Tabelle zeigt Kosten und Einsparung im Überblick.
| Maßnahme | Kosten | Einsparung |
|---|---|---|
| Programmierbares Thermostat | ab 10,00 € (einfach), ab 35,00 € (Funktion), ab 40,00 € (Smart Home) | hängt vom bisherigen Verhalten ab |
| Fensterkontakt (separat) | 25,00 € | – |
| Rollladenkasten dämmen | 30,00–40,00 € pro Meter Kastenlänge | bis zu 10,00 € pro m² und Jahr |
| Heizkörpernische dämmen | 15,00–25,00 € pro m² (Aerogel bis 100,00 €) | bis zu 30,00 € pro m² und Jahr |
| Heizungsrohre dämmen | 5,00–10,00 € pro Meter | bis zu 10,00 € pro Meter und Jahr |
Quelle: Verbraucherzentrale, Thermostat-Preise Stand 16. Februar 2026 (keine aktuellen Händlerpreise), Abruf 14. Oktober 2026
Beim Rollladenkasten fragst du als Mieter vorher den Vermieter. Die Dämmung der Heizkörpernische muss luftdicht sein, sonst droht Schimmel. Heizungsrohre und Armaturen in unbeheizten Räumen solltest du dämmen. Die Verbraucherzentrale beschreibt das als Pflicht nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz, die Dämmstärke soll mindestens dem Rohrdurchmesser entsprechen.
Beim Warmwasser hilft zusätzlich ein wassersparender Duschkopf von hansgrohe. Weniger Warmwasser senkt den Verbrauch.
hansgrohe Crometta 85 Duschkopf für 13,99 Euro13,99 €19,32 €-28%Zum Deal
Bosch Smart Home Raumthermostat II für 62,99 Euro62,99 €84,95 €-26%Zum Deal
hansgrohe Pulsify Select S – wassersparender Duschkopf für 22,93 Euro22,93 €28,20 €-19%Zum DealHeizungsregelung, hydraulischer Abgleich und Pumpe
Was ein Fachbetrieb einstellen kann
Wer die Heizungsanlage richtig einstellt, kann 10–15 % Energie sparen. Ein hydraulischer Abgleich bringt rund 5 %, eine richtig eingestellte Regelung etwa 5 %. Beides gehört in die Hand eines Fachbetriebs. Die Vorlauftemperatur sollte so niedrig sein, dass die Räume bei voll geöffneten Thermostatventilen noch warm genug werden.
| Maßnahme | Einsparung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hydraulischer Abgleich | ca. 5 % | besonders bei Wärmepumpen und Brennwertkesseln |
| Heizungsregelung, Heizkurve | ca. 5 % | Einstellung durch Fachbetrieb |
| Anlage insgesamt richtig eingestellt | 10–15 % | – |
| Hocheffizienz-Heizungspumpe | bis zu 120,00 € im Jahr | bis zu 90 % weniger Strom |
Quelle: Verbraucherzentrale, Abruf 14. Oktober 2026
Eine Hocheffizienz-Pumpe braucht 15 Watt oder weniger. Ältere Pumpen mit 80–100 Watt oder mehr verursachen rund 10–15 % des durchschnittlichen Haushaltsstroms.
Warmwasser und Zirkulation
Bei zentraler Warmwasserbereitung reicht meist eine Speichertemperatur von 60 °C. Lass zudem prüfen, ob die Zirkulationspumpe rund um die Uhr laufen muss.
Was Heizen 2026 kostet
Heizspiegel 2026 im Überblick
Die Prognose für 2026 gilt für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus. Heizöl wird mit +24 % deutlich teurer, Holzpellets legen um 17 % zu. Gas wird mit −4 % leicht billiger.
| Energieträger | Abrechnung 2025 | Prognose 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gas | 1.170,00 € | 1.120,00 € | −4 % |
| Heizöl | 1.030,00 € | 1.275,00 € | +24 % |
| Fernwärme | 1.295,00 € | 1.310,00 € | +1 % |
| Wärmepumpe | 715,00 € | 735,00 € | +3 % |
| Holzpellets | 735,00 € | 860,00 € | +17 % |
Quelle: co2online / Heizspiegel 2026, 70-m²-Wohnung, Abrechnungsjahr 2025 und Prognose 2026, Abruf 14. Oktober 2026
Allein bei Gas reicht die Spanne in der 70-m²-Wohnung von 705,00 € bis 1.785,00 € im Jahr. Rund 90 % der Haushalte haben Sparpotenzial, im Schnitt etwa 465,00 € pro Jahr. Einfache Verhaltensänderungen wie richtig heizen und lüften oder weniger Warmwasser senken den Verbrauch um bis zu 10 %.
Gaspreis und CO₂-Preis
Der Durchschnitt deutscher Haushalte lag im August 2026 bei 11,93 ct/kWh Gas. Der günstigste empfohlene Gastarif für Neukunden liegt bei 13,66 ct/kWh. Auch im kommenden Winter sind hohe Gaspreise zu erwarten.
Der CO₂-Preis liegt 2026 bei maximal 65,00 € pro Tonne, das sind brutto 1,40 ct/kWh Gas. Er dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen.
Rechte und Pflichten für Mieter
Heizperiode und Anspruch gegenüber dem Vermieter
Spätestens ab 1. Oktober müssen Vermieter die Heizung einschalten. Nach Auffassung des Mieterbunds muss sie zwischen 6 und 24 Uhr mindestens 20–22 °C ermöglichen, nachts etwa 18 °C. Erreicht sie das nicht, liegt ein Wohnungsmangel vor. Das ist ein Anspruch gegenüber dem Vermieter, keine Spar-Empfehlung.
Niemand muss heizen
Mieter sind nicht zum Heizen verpflichtet, auch nicht bei Abwesenheit oder im Urlaub. Die Räume dürfen aber nicht so auskühlen, dass Schäden an der Mietsache entstehen. Wer sparsam heizt, lüftet häufiger.
Checkliste: Das kannst du heute tun
Wer bei Thermostaten oder Dämmmaterial auf einen günstigen Moment warten will, richtet einen Preisalarm ein.
Häufige Fragen zu Heizkosten sparen
Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?
Jedes Grad weniger spart ungefähr 6 % Heizenergie. In einem 130-m²-Haus mit Gasheizung sind das rund 1.000 kWh und etwa 120,00 € im Jahr.
Welche Temperatur ist im Schlafzimmer sinnvoll?
Sinnvoll sind 16–18 °C, nie unter 16 °C. Bei kleinen Kindern, älteren Menschen oder gesundheitlichen Einschränkungen darf es wärmer sein.
Ist es günstiger, die Heizung durchlaufen zu lassen oder auszuschalten?
Am besten senkst du nur ab und schaltest nicht aus, sonst kühlen die Wände aus und das Schimmelrisiko steigt. Nachts hilft eine halbe bis ganze Stufe weniger, bei Wärmepumpe und Fußbodenheizung bringt starkes Absenken wenig.
Muss ich als Mieter heizen?
Mieter sind nicht zum Heizen verpflichtet, die Räume dürfen aber nicht so auskühlen, dass Schäden entstehen. Vermieter müssen die Heizung spätestens ab 1. Oktober einschalten.
Was bringt ein hydraulischer Abgleich?
Er spart rund 5 % der Heizkosten und gehört in die Hand eines Fachbetriebs. Besonders empfehlenswert ist er bei Wärmepumpen und Brennwertkesseln.
Wie lüfte ich richtig, ohne Wärme zu verlieren?
Öffne die Fenster mehrmals täglich ganz, am besten mit Durchzug, etwa fünf Minuten lang. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen die Wände aus.
Am meisten bringt es, die Temperatur an die Nutzung anzupassen und die Heizung richtig einstellen zu lassen. Der Rest sind kleine Handgriffe, die kaum etwas kosten.
Leserfrage: Welche Spar-Gewohnheit beim Heizen hat sich bei dir bewährt? Schreib es in die Kommentare.
Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Nils. So arbeitet die Redaktion · Fehler gefunden? Schreib uns

