Winterreifen kaufen 2026: ADAC-Testsieger im Vergleich!

Welche Winterreifen im ADAC-Test 2026 gut abschneiden, was sie je Stück im Test kosten und wo im Fahrzeugschein deine Reifengröße steht.
Gestapelte Winterreifen mit grobem Profil in einer Garage
Recherchiert, geprüft und freigegeben von NilsStand: 16. Oktober 2026Änderungsprotokoll
Auto fährt bei Dämmerung über eine verschneite Landstraße
Symbolbild – KI-generiert

Der erste Frost über Nacht, der Eiskratzer in der Hand – und schon steht fest: Jetzt heißt es Winterreifen kaufen. Im ADAC-Test 2026 sind in 225/50 R17 nur vier von 16 Reifen gut, in 185/65 R15 nur zwei. Die guten Mittelklasse-Reifen kosten im Test 148,00 € bis 165,00 € je Stück. Hier entscheidest du, welcher Reifen zu deinem Budget passt und welche Größe in deinen Fahrzeugschein gehört.

Welche Reifengröße brauchst du?

Auch ein Testsieger nützt nichts, wenn er nicht auf dein Auto passt. Die richtige Größe steht in deinen Fahrzeugpapieren.

Wo die Größe steht: Fahrzeugschein und CoC

Die zugelassene Größe steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter den Ziffern 15.1 und 15.2. Dort ist nur eine Größenkombination eingetragen.

Weitere zulässige Größen findest du im CoC-Dokument unter Ziffer 32 und/oder 50. Abweichende Dimensionen darfst du nur montieren, wenn sie im CoC stehen oder eine geprüfte Umrüstung vorliegt. Das CoC kannst du beim Markenhändler anfordern.

  1. 1
    Fahrzeugschein aufschlagen
    Lies die Felder 15.1 und 15.2 und notiere die Größe.
  2. 2
    CoC prüfen
    Schau unter Ziffer 32 und 50 nach weiteren zugelassenen Größen.
  3. 3
    CoC anfordern
    Fehlt das Dokument, fragst du beim Markenhändler danach.

So liest du 225/50 R17

Die Größenangabe besteht aus vier Teilen.

  • 225: Reifenbreite in Millimetern
  • 50: Höhe-Breite-Verhältnis in Prozent
  • R: Radialbauart
  • 17: Felgendurchmesser in Zoll

Dazu kommen Last- und Geschwindigkeitsindex. XL steht für verstärkte Reifen.

Winterreifen im Vergleich: Preisklassen und Testnoten

Detailaufnahme eines Winterreifenprofils im Streiflicht
Symbolbild – KI-generiert

225/50 R17 (Mittelklasse)

Das Testfeld umfasst 16 Reifen: vier sind gut, sechs befriedigend und sechs mangelhaft. Der Pirelli Cinturato Winter 3 liegt mit 2,2 vorn und hat die beste Fahrsicherheit im Test. Beim Nassbremsen aus 80 km/h stehen Continental und Pirelli nach rund 35 m. Der Sunwide Snowide braucht fast 12 m mehr.

185/65 R15 (Kleinwagen)

Hier sind nur der Continental WinterContact TS 870 (2,2, Testsieger) und der Michelin Alpin 7 (2,5) gut. Neun von 16 Reifen sind nicht empfehlenswert: sechs ausreichend, drei mangelhaft.

Preisklassen im Überblick

Aus den Testpreisen lässt sich eine grobe Einteilung ableiten. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Reifen beider Größen.

Reifen Note 225/50 R17 Preis im Test Note 185/65 R15 Preis im Test
Pirelli Cinturato Winter 3 gut (2,2) 149,00 € – –
Continental WinterContact TS 870 gut (2,3) 150,00 € gut (2,2) 80,00 €
Goodyear UltraGrip Performance 3 gut (2,4) 148,00 € befriedigend (3,3) 75,00 €
Michelin Alpin 7 gut (2,5) 165,00 € gut (2,5) 80,00 €
Hankook Winter i*cept RS3 befriedigend (2,7) 122,00 € befriedigend (3,1) 63,00 €
Sunwide Snowide mangelhaft (5,5) 116,00 € – –

Quelle: ADAC-Winterreifentest 2026 (225/50 R17 und 185/65 R15), Preise je Stück im Test, Stand 22. September 2026

Das obere Segment beginnt in 225/50 R17 bei 148,00 € und in 185/65 R15 bei 75,00 € je Stück im Test. Das Mittelfeld markiert der Hankook Winter i*cept RS3 mit 122,00 € bzw. 63,00 €. Die Durchfaller stammen vorwiegend aus dem günstigen Segment, darunter aber auch Falken und Toyo. In 225/50 R17 reicht die Spanne im Test von 61,00 € bis 165,00 €.

Testpreise sind Momentaufnahmen. Wer bei Winterreifen-Aktionen zuschlägt, sollte echte Rabatte erkennen.

Ein Reifen, der auf Schnee glänzt, ist noch lange kein guter Winterreifen.

ADACWinterreifentest 2026

Der Sunwide Snowide hat die beste Schneenote (1,3), fällt mit 5,5 aber durch. Er ist auf trockener Straße schwammig und bei Nässe schwach. Gute Reifen sind ausgewogen, nicht in einer Disziplin herausragend.

Die guten Winterreifen im Porträt

Zwei Reifen schaffen es in beiden Testgrößen in die gute Klasse: Continental und Michelin. Pirelli und Goodyear sind in der Mittelklasse gut und stehen deshalb in einem Kurzporträt.

Continental WinterContact TS 870: Empfehlung für beide Größen

Der Continental WinterContact TS 870 ist in beiden Größen gut: 2,3 in 225/50 R17 und 2,2 in 185/65 R15, dort als Testsieger. Im Test kostet er 150,00 € bzw. 80,00 € je Stück. Beim Nassbremsen aus 80 km/h steht er nach rund 35 m.

Vorteile
  • Kurze Bremswege auf nasser und trockener Fahrbahn
  • In beiden Testgrößen unter den guten Reifen
Nachteile
  • Etwas weniger Präzision auf trockener Straße und beim Schnee-Handling als der Pirelli
  • Bei Kleinwagen nur gut 34.000 km Laufleistung

In der Kleinwagen-Größe liegt die Umweltbilanz nur bei 2,8.

Das kann der Continental WinterContact TS 870
ADAC-Note 225/50 R17
2,3 (gut)
ADAC-Note 185/65 R15
2,2 (gut, Testsieger)
Fahrsicherheit
2,2 bzw. 2,0
Umweltbilanz
2,5 bzw. 2,8
Laufleistung (Prognose)
gut 43.000 km bzw. gut 34.000 km
Nassbremsen aus 80 km/h
rund 35 m in 225/50 R17

Der Reifen passt zu Fahrern von Kleinwagen und Mittelklasse, die einen ausgewogenen Reifen suchen. Die Produktzeile führt zur Variante 205/55 R16 91H, nicht zu den Testgrößen. Wähle die Größe nach deinem Fahrzeugschein.

Empfehlung
Continental WinterContact TS 870
In beiden ADAC-Tests gut · Kurzer Bremsweg bei Nässe · Testsieger Kleinwagen
Für wen: Für Fahrer von Kleinwagen und Mittelklasse. Die Produktzeile zeigt 205/55 R16 91H, bitte die Größe auf deinen Fahrzeugschein prüfen.
Bei Amazon ansehen

Partner-Links: Kaufst du über diese Links, erhält EasyDealz eine Provision. Der Preis ändert sich für dich nicht.

Michelin Alpin 7: Empfehlung für Schnee und Eis

Der Michelin Alpin 7 bekommt in beiden Größen 2,5 und ist damit jeweils gut. Im Test kostet er 165,00 € bzw. 80,00 € je Stück. Auf winterlicher Fahrbahn schneidet er in 225/50 R17 ausgezeichnet ab.

Vorteile
  • Sehr gute Eigenschaften auf winterlicher Fahrbahn
  • In beiden getesteten Größen gut
Nachteile
  • Wenig präzises Lenkgefühl auf trockener Fahrbahn
  • Bei Kleinwagen etwas lauter

In der Kleinwagen-Größe sind nur rund 33.000 km Laufleistung zu erwarten.

Das kann der Michelin Alpin 7
ADAC-Note 225/50 R17
2,5 (gut)
ADAC-Note 185/65 R15
2,5 (gut)
Fahrsicherheit
2,6 bzw. 2,3
Umweltbilanz
2,3 bzw. 2,9
Laufleistung (Prognose)
46.800 km bzw. ca. 33.000 km
Winterliche Fahrbahn
ausgezeichnet in 225/50 R17

Der Reifen passt zu Fahrern, die oft auf Schnee und Eis unterwegs sind. Die Produktzeile führt zur Variante 215/55 R17 98V XL, nicht zur Testgröße. XL- und Standardreifen sind nur bedingt vergleichbar. Prüfe die Größe vor dem Kauf.

Empfehlung
Michelin Alpin 7
In beiden ADAC-Tests gut · Ausgezeichnet auf winterlicher Fahrbahn · 46.800 km Laufleistung (Prognose)
Für wen: Für Fahrer auf Schnee und Eis. Die Produktzeile zeigt 215/55 R17 98V XL, bitte die Größe auf deinen Fahrzeugschein prüfen.
Bei Amazon ansehen

Partner-Links: Kaufst du über diese Links, erhält EasyDealz eine Provision. Der Preis ändert sich für dich nicht.

Pirelli und Goodyear: gut in der Mittelklasse

Der Pirelli Cinturato Winter 3 ist mit 2,2 der Testsieger in 225/50 R17. Er hat die beste Fahrsicherheit im Test, vor allem bei Nässe. Für die Insassen ist das Abrollgeräusch etwas stärker spürbar als bei den anderen guten Reifen.

Der Goodyear UltraGrip Performance 3 erreicht 2,4 und eine prognostizierte Laufleistung von 55.800 km. Er bietet unter den guten Reifen den günstigsten Preis je Kilometer. Auf Schnee und Eis zeigt er geringe Schwächen, in 185/65 R15 reicht es nur für befriedigend (3,3).

Winterreifen kaufen: Das gilt bei Pflicht und Kauf

Situative Winterreifenpflicht und Bußgeld

In Deutschland gilt keine generelle, sondern eine situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darfst du nur mit Winterreifen fahren. „Von Oktober bis Ostern“ ist nur eine Faustregel ohne rechtliche Relevanz.

Die Pflicht ist erfüllt, wenn alle vier Räder Winterreifen tragen. Als Winterreifen zählen nur Reifen mit Alpine-Symbol, dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Reifen mit nur M+S gelten seit 1. Oktober 2024 bei winterlichen Verhältnissen nicht mehr. Ganzjahresreifen zählen, wenn sie das Alpine-Symbol tragen.

Ohne passende Reifen drohen 60,00 € für den Fahrer, 80,00 € bei Behinderung anderer und 75,00 € für den Halter, jeweils plus 1 Punkt. Nach einem Unfall mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen kann die Kasko ihre Leistung wegen grober Fahrlässigkeit kürzen. Bei der gegnerischen Haftpflicht kann ein Mitverschulden angerechnet werden.

Alter, DOT-Nummer und vier gleiche Reifen

Hand prüft die Profiltiefe eines Winterreifens
Symbolbild – KI-generiert

Das Herstellungsdatum steht im letzten, vierstelligen Block der DOT-Nummer. Die ersten zwei Ziffern sind die Woche, die letzten zwei das Jahr: 0816 bedeutet Kalenderwoche 8 im Jahr 2016. Neureifen sollten möglichst frisch sein, nicht älter als 2 bis 3 Jahre.

Montiere immer vier Reifen desselben Modells, möglichst mit demselben Produktionsdatum. Bei unterschiedlicher Profiltiefe gehören die besseren Reifen auf die Hinterachse.

EU-Label richtig einordnen

Das EU-Reifenlabel bewertet Rollwiderstand, Nasshaftung, Außengeräusch und Schnee- bzw. Eisgriffigkeit. Die Hersteller ermitteln die Werte selbst. Der ADAC-Test ist umfassender.

Entscheidungshilfe: So findest du deinen Winterreifen

Mit fünf Schritten landest du beim passenden Reifen.

  1. 1
    Größe prüfen
    Lies Feld 15.1/15.2 im Fahrzeugschein und notiere die Größe.
  2. 2
    Budget wählen
    Entscheide dich für das obere Segment oder das Mittelfeld, grob eingeordnet über die Testpreise.
  3. 3
    Testnote abgleichen
    Nimm die Note für deine Größe, bei kleinen Abweichungen von Breite und Verhältnis ist sie übertragbar.
  4. 4
    Symbol und Datum prüfen
    Achte auf das Alpine-Symbol und ein frisches DOT-Datum.
  5. 5
    Vier gleiche Reifen kaufen
    Kauf vier Reifen desselben Modells und prüfe den Preis beim Händler.

Fazit

Wer Mittelklasse fährt, hat vier gute Reifen zur Wahl, bei Kleinwagen nur zwei. Entscheidend sind die Größe aus dem Fahrzeugschein, das Alpine-Symbol und vier gleiche Reifen. Zum Winter gehört auch die Heizung: Heizkosten im Winter senken.

Ist dein Wunschreifen gerade zu teuer, hilft ein Preisalarm.

Preisalarm für Winterreifen
Du bekommst eine Nachricht, sobald ein neuer Deal zu diesem Thema erscheint – kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Häufige Fragen zu Winterreifen

Gibt es in Deutschland eine Winterreifenpflicht?

Ja, aber nur situativ. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darfst du nur mit Winterreifen fahren. Sonst drohen 60,00 € bis 80,00 € Bußgeld und 1 Punkt.

Wie erkenne ich echte Winterreifen?

Am Alpine-Symbol, dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Reifen mit nur M+S zählen bei winterlichen Verhältnissen nicht mehr, Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol dagegen schon.

Welche Reifengröße brauche ich für mein Auto?

Die Größe steht im Fahrzeugschein unter 15.1 und 15.2. Weitere zugelassene Größen findest du im CoC unter Ziffer 32 und/oder 50.

Welche Winterreifen sind im ADAC-Test 2026 gut?

In 225/50 R17 sind Pirelli Cinturato Winter 3, Continental WinterContact TS 870, Goodyear UltraGrip Performance 3 und Michelin Alpin 7 gut. In 185/65 R15 sind es Continental und Michelin.

Wie alt dürfen neue Winterreifen beim Kauf sein?

Möglichst frisch, nicht älter als 2 bis 3 Jahre. Das Datum steht im letzten Block der DOT-Nummer.

Wie viel Profil müssen Winterreifen haben?

Gesetzlich gelten mindestens 1,6 mm. Ab weniger als 4 mm solltest du rechtzeitig tauschen, spätestens nach 6 Jahren.

Mehr Orientierung vor dem nächsten Kauf liefern weitere Kaufberatungen im Magazin.

Leserfrage: Hast du deine Winterreifen schon montiert, und nach welchen Kriterien hast du sie ausgewählt? Schreib es in die Kommentare.


0 0 Bewertungen
Artikel bewerten
Stand: 16. Oktober 2026·Nächste Prüfung: 15. November 2026·Erstveröffentlichung

Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Nils. So arbeitet die Redaktion · Fehler gefunden? Schreib uns

Nils
Nils

Hej, ich bin Nils, Gründer von EasyDealz. Seit 2009 jage ich Schnäppchen – erst für mich, dann für eine Community, die inzwischen täglich hier vorbeischaut. Im Magazin beantworte ich die Fragen, die beim Sparen immer wieder auftauchen: Was kostet ein Abo wirklich, welches Gerät lohnt sich in welcher Preisklasse, wie kündigt man ohne Ärger. Recherche und Entwurf entstehen mit KI-Unterstützung, veröffentlicht wird nur, was ich geprüft und freigegeben habe. Fehler gefunden oder einen besseren Deal? Schreib’s in die Kommentare.

Verwandte Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
EasyDealz
Logo