Porto 2027: Standardbrief soll 1,15 Euro kosten

Die Deutsche Post plant zum 1. Januar 2027 höhere Preise: Standardbrief 1,15 €, Maxibrief 5,00 €. Die Genehmigung steht noch aus.
Briefumschläge, Paket und Briefwaage auf einem Holztisch
Recherchiert, geprüft und freigegeben von NilsStand: 4. November 2026Änderungsprotokoll

Eine Postkarte an Oma, ein Brief ans Amt – ab 2027 wird beides voraussichtlich teurer. Beim Porto 2027 soll der Standardbrief von 0,95 € auf 1,15 € steigen, der Maxibrief von 2,90 € auf 5,00 €. Die Preise sind geplant, die Genehmigung steht noch aus. Hier siehst du, was sich bei Briefen, Formaten und Paketen ändert.

Das kosten Briefe ab 1. Januar 2027 geplant

Inland: Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief

Alle Preise stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung. Es sind umsatzsteuerfreie Endpreise. Die Postkarte steigt ebenfalls von 0,95 € auf 1,15 €.

Briefart Bisher Geplant ab 1.1.2027 Veränderung
Standardbrief (bis 20 g) 0,95 € 1,15 € +21 %
Kompaktbrief (bis 50 g) 1,10 € 1,25 € +14 %
Großbrief 1,80 € 2,35 € +31 %
Maxibrief 2,90 € 5,00 € +72 %

Quelle: Deutsche Post, Abruf 4. November 2026

Die Prozentwerte vergleichen Preise, nicht identische Leistungen, weil sich die Formate ändern. Der Großbrief ist die mittlere Briefart, der Maxibrief die größte und schwerste.

Ausland: Standardbrief 1,45 €

Ins Ausland soll der Standardbrief 1,45 € kosten, bisher 1,25 €. Diese Tabelle kennt keine Länderzonen. Neu kommt ein Midibrief International für 3,80 € dazu.

Warum das Porto steigt und wie das Verfahren läuft

Entwurf der Bundesnetzagentur

Grundlage ist ein Entwurf der Bundesnetzagentur vom 12. Oktober 2026. Er erlaubt bei Briefen im Schnitt 20,35 % Spielraum. Bei Privatkundenpaketen sind es 10,72 %, bei der letzten Runde waren es 7,21 %.

Der Spielraum gilt für 2027 und 2028. Die Post verteilt ihn auf die Produkte, die Bundesnetzagentur genehmigt die konkreten Preise anschließend. Gleichmäßig angewendet, läge der Standardbrief bei 1,14 €. Die Post plant 1,15 €.

Ein Grund sind die sinkenden Briefmengen: von rund 16,9 Mrd. Sendungen im Jahr 2005 auf knapp 9,4 Mrd. im Jahr 2025. Dazu kommen steigende Personal-, Energie- und Sachkosten.

Wesentlicher Grund für das steigende Porto sind die stark abnehmenden Briefmengen

Die Entscheidung über den Spielraum wird im November 2026 erwartet. Danach müssen die konkreten Preise genehmigt werden. Bis dahin gelten die bisherigen Preise. Neues zum Verfahren findest du bei den weiteren Verbraucher-News im Magazin.

Kritik der Monopolkommission

Die Monopolkommission kritisierte am 3. November 2026 die Berechnung der Bundesnetzagentur. Sie erkenne zu viele Kosten der Post als Lasten an, der mögliche Anstieg falle höher aus als nötig. Der Spielraum ist fast doppelt so hoch wie bei der letzten Runde mit 10,48 %.

Neue Formate: Briefe nur noch bis 3 Zentimeter Höhe

Großbrief und Maxibrief ab 2027

Ab 1. Januar 2027 darf ein Brief höchstens 3 cm hoch sein. Höhere Sendungen können zurückgeschickt werden oder beim Empfänger ein Nachentgelt auslösen.

Der Großbrief misst weiter höchstens 35,3 × 25 cm. Er darf aber bis 1.000 g wiegen (bisher 500 g) und 3 cm hoch sein (bisher 2 cm). Der Maxibrief wächst auf 38,1 × 30,5 cm und bis 2.000 g, ist aber nur noch 3 cm statt 5 cm hoch. Die Variante mit Zusatzentgelt (+2,20 €, bis 15 cm Höhe) entfällt.

Standard- und Kompaktbrief bleiben beim Format unverändert. Einschreiben kosten unverändert 2,65 €. Die Laufzeit bleibt bei in der Regel 2 Werktagen.

Alternativen bei dicken Sendungen

Pakete und Päckchen: Preise für 2027 noch offen

Aktuelle Preise bis 31. Dezember 2026

Bis Jahresende kostet das Päckchen S 4,19 €, das Paket bis 2 kg 6,19 €. Die Paketpreise für 2027 sind nicht veröffentlicht, die Post will später informieren. Prüfe den Preis vor dem Versand auf deutschepost.de oder beim Händler.

Geschäftskundenpakete werden ab 1. Januar 2027 teurer. Die Konditionen teilt die Post individuell mit.

Päckchen mit Tracking und Haftung

Ab 2027 sind beim Päckchen Sendungsverfolgung und Haftung bis 20 € automatisch enthalten. Das Höchstgewicht sinkt von 2 kg auf 1 kg. Das Päckchen S darf nur noch 5 cm hoch sein, bisher waren es 10 cm. Ein Paket bis 2 kg gibt es neu auch in der Filiale.

Was das für dich bedeutet

Die Post beziffert die Mehrkosten für private Haushalte im Schnitt auf rund 75 Cent pro Monat. Die neuen Briefpreise sollen vom 1. Januar 2027 bis 31. Dezember 2028 gelten.

Wer online bestellt und oft Retouren verschickt, sollte seine Rechte beim Online-Kauf kennen.

Sobald die Genehmigung vorliegt, erfährst du die endgültigen Preise per Alarm.

Preisalarm für Porto
Du bekommst eine Nachricht, sobald ein neuer Deal zu diesem Thema erscheint – kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Häufige Fragen zu Porto 2027

Die wichtigsten Antworten zu den geplanten Preisen im Überblick.

Was ist der Unterschied zwischen Großbrief und Maxibrief?

Der Großbrief misst bis 35,3 × 25 cm und wiegt bis 1.000 g, der Maxibrief bis 38,1 × 30,5 cm und bis 2.000 g. Beide dürfen 3 cm hoch sein. Geplant sind 2,35 € und 5,00 €.

Wie hoch sind die neuen Postgebühren in Deutschland ab 2027?

Geplant sind für den Standardbrief 1,15 €, den Großbrief 2,35 € und den Maxibrief 5,00 €. Die Warensendung soll 3,10 € kosten. Die Genehmigung steht noch aus.

Was kostet ein Standardbrief ins Ausland ab 2027?

Der Standardbrief International soll 1,45 € kosten, bisher 1,25 €. Die Tabelle unterscheidet keine Länderzonen.

Gelten bis zur Entscheidung noch die alten Preise?

Ja. Die Entscheidung wird im November 2026 erwartet, danach müssen die konkreten Preise genehmigt werden. Bis dahin gelten die bisherigen Preise.

Bis zur Genehmigung sind alle genannten Preise Planwerte.

Leserfrage: Wie oft verschickst du noch klassische Briefe – und wirst du wegen der neuen Preise etwas ändern? Schreib es in die Kommentare.

0 0 Bewertungen
Artikel bewerten
Stand: 4. November 2026·Nächste Prüfung: 4. Dezember 2026·Erstveröffentlichung

Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, geprüft und freigegeben von Nils. So arbeitet die Redaktion · Fehler gefunden? Schreib uns

Nils
Nils

Hej, ich bin Nils, Gründer von EasyDealz. Seit 2009 jage ich Schnäppchen – erst für mich, dann für eine Community, die inzwischen täglich hier vorbeischaut. Im Magazin beantworte ich die Fragen, die beim Sparen immer wieder auftauchen: Was kostet ein Abo wirklich, welches Gerät lohnt sich in welcher Preisklasse, wie kündigt man ohne Ärger. Recherche und Entwurf entstehen mit KI-Unterstützung, veröffentlicht wird nur, was ich geprüft und freigegeben habe. Fehler gefunden oder einen besseren Deal? Schreib’s in die Kommentare.

Verwandte Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
EasyDealz
Logo