MediaMarkt verkauft das INSTA360 Antigravity A1 Explorer Bundle aktuell für 999€ inklusive Versand. Im Preisvergleich werden sonst rund 1.283€ fällig — ihr spart also rund 284€. Dafür bekommt ihr nicht irgendeine Drohne, sondern die erste 8K-Kameradrohne der Welt, die rundum in alle Richtungen gleichzeitig filmt – inklusive FPV-Brille, Bewegungssteuerung und drei Akkus.
Was die Antigravity A1 so besonders macht
Antigravity ist eine Marke, die von Kamera-Spezialist Insta360 gegründet wurde – und genau das merkt man dem Produkt an. Die A1 kam im August 2025 auf den Markt und ist die erste Drohne, die zwei 360°-Objektive trägt: eines nach oben, eines nach unten. Zusammen nehmen sie die komplette Kugel um die Drohne herum auf.
Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Drohne: Ihr müsst beim Fliegen nicht mehr auf den Bildausschnitt achten. Ihr fliegt einfach, und der Bildausschnitt entsteht später am Rechner oder in der App. Aus einem einzigen Flug lassen sich so mehrere völlig verschiedene Videos schneiden – einmal nach vorne, einmal senkrecht nach unten, einmal als Rundumschwenk. GameStar beschreibt den Effekt treffend: Man entscheidet erst nach dem Flug, wie das Video aussehen soll.
Dazu kommt ein Nebeneffekt der 360°-Optik, der in Social-Media-Clips für Aufsehen sorgt: Weil die Software die Drohne aus dem Bild herausrechnet, sieht es so aus, als würde die Kamera frei in der Luft schweben. Der sogenannte Invisible-Drone-Effekt ist hier kein Trick, sondern Nebenprodukt der Bauweise.
Die Steuerung: fliegen wie in einem Videospiel
A1 Vision: die FPV-Brille
Die mitgelieferte Brille wiegt 340 g und zeigt pro Auge 2.560 × 2.560 Pixel auf Micro-OLED-Displays mit HDR10+. Das Sichtfeld liegt bei rund 90 Grad diagonal, ein Dioptrienausgleich von +2 bis −5 ist eingebaut – Brillenträger können die Sehhilfe also oft weglassen. Dreht ihr den Kopf, dreht sich das Bild mit, weil die Drohne ohnehin in alle Richtungen filmt. Es muss sich nichts mechanisch bewegen.
Auf der Außenseite sitzt ein zweites Display. Das ist kein Gimmick, sondern der EU-Vorschrift geschuldet: Wer mit Videobrille fliegt, braucht in Deutschland eine Begleitperson, die die Drohne im Blick behält. Über das Außendisplay sieht dieser Spotter, was ihr gerade seht.
FreeMotion: zeigen statt steuern
Statt zweier Sticks liegt ein Griff-Controller bei, der auf Bewegungen reagiert. Ihr zeigt mit der Hand dorthin, wo die Drohne hinfliegen soll – GameStar vergleicht das mit den Controllern der Nintendo Wii. Für Einsteiger ist das deutlich intuitiver als die klassische Zwei-Stick-Steuerung, mit der viele Anfänger ihre erste Drohne in den nächsten Baum setzen.
Sky Genie: Kamerafahrten auf Fingertipp
Für die klassischen Kino-Manöver gibt es vorprogrammierte Flugfiguren. Ihr wählt eine Bewegung aus, tippt einmal, und die Drohne fliegt die Kamerafahrt selbstständig ab. Kombiniert mit der Rundumsicht bedeutet das: Auch ohne Übung kommt ihr an Aufnahmen, für die man früher Flugstunden gebraucht hat.
Technische Daten der Antigravity A1
Was steckt im Explorer Bundle?
Das Explorer Bundle ist die mittlere von drei Ausstattungsvarianten und richtet sich an alle, die länger als eine Akkuladung unterwegs sein wollen. Enthalten sind:
- Antigravity A1 Drohne in Weiß
- A1 Vision FPV-Brille inklusive Kopfband, Polstern, Linsenabdeckungen, Akku mit Band und Stromkabel
- FreeMotion Griff-Controller
- Drei Akkus plus Lade-Hub und USB-C-Kabel
- Mehrere Sätze Ersatzpropeller und passender Schraubendreher
- Rahmen für Korrekturlinsen, Reinigungstücher
- Transporttaschen für Drohne und Zubehör
Drei Akkus sind bei einer FPV-Drohne kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen einem Ausflug und einem kurzen Testflug. Wer einzeln nachkauft, zahlt dafür schnell dreistellig.
Testberichte und Erfahrungen
Das sagt die Fachpresse
GameStar hat die A1 ausprobiert und beschreibt das Fliegen mit Brille und Griff so, als säße man im Cockpit eines Miniaturflugzeugs. Gelobt werden die cinematische Bildwirkung und die Freiheit, den Bildausschnitt erst nachträglich festzulegen.
PetaPixel nennt die Drohne einfach zu fliegen und hebt die durchdachte Menüführung sowie die zuverlässige Hinderniserkennung hervor. Das Fazit fällt trotzdem vorsichtig aus: Für den hohen Preis müsse man Abstriche bei der Videoqualität hinnehmen.
Oscar Liang, eine der bekanntesten Adressen in der FPV-Szene, lobt das Gesamtpaket und die Software Antigravity Studio, in der sich der Bildausschnitt bequem nachträglich setzen lässt. Als Ersatz für fehlende ND-Filter dient ein Algorithmus namens Motion ND.
Das kritisieren die Tester
- „8K” ist die Summe beider Sensoren. Schneidet ihr daraus ein normales Video im 16:9-Format, landet ihr laut Oscar Liang und PetaPixel eher auf 4K-Niveau. Eine gleich teure DJI-Drohne liefert in eine feste Richtung das schärfere Bild.
- Flugzeit in der Praxis. Oscar Liang kam mit dem Standardakku auf 15 bis 17 Minuten statt der angegebenen 24.
- Kein Acro-Modus. Wer echtes FPV-Racing mit Loopings will, ist hier falsch. Die A1 ist eine Kameradrohne, kein Sportgerät.
- Latenz. Zwischen Kopfbewegung und Bild liegen über 100 Millisekunden – spürbar, aber für ruhige Kamerafahrten unkritisch.
- Empfindliche Linsen. Die 360°-Objektive stehen hervor und sind entsprechend kratzempfindlich. Die mitgelieferten Abdeckungen gehören nach jedem Flug drauf.
- Schwaches Licht. Die kleinen Sensoren stoßen in der Dämmerung an ihre Grenzen.
Kundenbewertungen
Bei MediaMarkt kommt das Bundle auf 4,7 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen. Die Zahl der Bewertungen ist noch klein, das Bild aber einheitlich positiv – was sich mit dem Tenor der Fachpresse deckt: Der Spaßfaktor und die Einsteigerfreundlichkeit überzeugen, die Diskussion dreht sich fast ausschließlich um den Preis. Und genau der ist bei diesem Deal das Argument.
Video: die Antigravity A1 im Praxistest
Wie sich die Rundumsicht anfühlt, versteht man in bewegten Bildern deutlich schneller als in Textform. Dieser deutschsprachige Test zeigt Drohne, Brille und Griff im Einsatz:
Wer noch tiefer einsteigen will, findet auf YouTube außerdem einen Praxistest mit Vergleich zur DJI Neo 2 und DJI Mini 5 Pro sowie ein Video darüber, was man vor dem Kauf wissen sollte.
Wichtig: Diese Drohnenregeln gelten in Deutschland
Die A1 wiegt mit Standardakku exakt 249 g und bleibt damit unter der entscheidenden Marke von 250 g. Das erspart euch den EU-Kompetenznachweis, im Volksmund kleiner Drohnenführerschein. Ganz ohne Formalitäten geht es trotzdem nicht:
- Registrierung ist Pflicht. Weil die Drohne eine Kamera hat, müsst ihr euch beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und die erhaltene e-ID an der Drohne anbringen.
- Haftpflichtversicherung ist Pflicht. In Deutschland braucht jede Drohne eine Versicherung, unabhängig vom Gewicht. Viele private Haftpflichtpolicen schließen Drohnen aus, ein Blick in die Bedingungen lohnt sich.
- FPV nur mit Begleitperson. Sobald ihr die Brille aufsetzt, muss jemand neben euch stehen und die Drohne im Auge behalten. Dafür ist das Außendisplay der Brille gedacht.
- Vorsicht beim großen Akku. Mit dem optionalen Akku mit hoher Kapazität steigt das Gewicht auf 291 g. Damit fällt die A1 aus der 250-Gramm-Regel heraus, und der Kompetenznachweis wird fällig.
- Flugverbotszonen beachten. Flughäfen, Naturschutzgebiete, Menschenansammlungen und Bundesfernstraßen sind tabu. Apps wie Droniq zeigen euch die Lage vor Ort.
Für wen lohnt sich die Antigravity A1?
Ideal für euch, wenn …
- ihr Reise-, Sport- oder Social-Media-Videos dreht und auffallen wollt
- ihr noch nie eine Drohne geflogen seid und einen leichten Einstieg sucht
- euch das Flugerlebnis mit der Brille genauso wichtig ist wie das Material danach
- ihr ungern zweimal fliegt, um zwei Perspektiven zu bekommen
Eher nichts für euch, wenn …
- ihr maximale Bildschärfe in eine feste Richtung braucht – dann ist eine DJI in dieser Preisklasse die bessere Wahl
- ihr FPV-Racing oder Kunstflug machen wollt
- ihr überwiegend bei wenig Licht filmt
- ihr niemanden dabeihabt, der beim FPV-Flug Ausschau hält
Häufige Fragen zur Antigravity A1
Brauche ich für die Antigravity A1 einen Drohnenführerschein?
Nein, solange ihr den Standardakku nutzt. Mit 249 g bleibt die Drohne unter der 250-Gramm-Grenze, ab der der EU-Kompetenznachweis nötig wird. Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt und Haftpflichtversicherung sind trotzdem vorgeschrieben.
Filmt die A1 wirklich in 8K?
Sie nimmt 8K über die gesamte Kugel auf, verteilt auf zwei Objektive. Schneidet ihr daraus ein normales Video in eine Richtung, liegt die effektive Auflösung näher an 4K. Für Social Media und YouTube reicht das locker, für Kino-Projekte mit festem Bildausschnitt ist eine klassische Drohne schärfer.
Wie lange fliegt die Drohne wirklich?
Der Hersteller gibt 24 Minuten an, Tester berichten von 15 bis 17 Minuten mit dem Standardakku. Mit den drei Akkus aus dem Explorer Bundle kommt ihr in der Praxis also auf ungefähr eine Dreiviertelstunde Flugzeit.
Was ist der Unterschied zum Standard Bundle?
Das Standard Bundle enthält nur einen Akku. Beim Explorer Bundle sind es drei, dazu kommen Lade-Hub, zusätzliche Ersatzpropeller und mehr Transportzubehör.
Kann ich die Drohne auch ohne Brille fliegen?
Ja. Der Flug per Smartphone-Bild ist möglich, und dann entfällt auch die Pflicht zur Begleitperson. Den größten Teil des Reizes macht allerdings die Brille aus.
Fazit: viel Drohne für 999 €
Die Antigravity A1 ist keine Drohne für Technik-Puristen, die den letzten Rest Bildschärfe herausholen wollen. Sie ist eine Drohne für Leute, die Aufnahmen machen wollen, die es sonst nirgends gibt – und die sich beim Fliegen nicht mit Kameraausrichtung beschäftigen möchten.
Zum Marktstart war der Preis das größte Gegenargument. Bei 999 € statt 1.599 € UVP, mit FPV-Brille, Bewegungssteuerung und drei Akkus im Paket, verschiebt sich diese Rechnung deutlich. Der nächstbeste Preis liegt bei 1.283 €, ihr spart hier also fast 300 € gegenüber dem restlichen Markt.


