
Zwei Angebote für dasselbe Haus, und die Summen wirken, als ginge es um verschiedene Heizungen. Bei den Wärmepumpe Kosten 2026 liegt eine Luft-Wasser-Anlage nach Finanztip bei 11.000 bis 35.000 €. Selbstnutzer können bis zu 19.600 € Zuschuss von der KfW bekommen, im Betrieb kommen 150 bis 300 € Wartung im Jahr dazu. Hier siehst du, was Anschaffung, Strom und Förderung für dein Haus bedeuten.
Wärmepumpe Kosten: Was kostet die Anschaffung?
Spannen je nach Quelle und Bezug
Einen einzelnen Preis gibt es nicht. Je nach Bauart, Haus und Umfang des Angebots liegen die Gesamtkosten weit auseinander.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet nach Finanztip 11.000 bis 35.000 €. Erdwärme mit Kollektoren oder Sonde reicht nach oben weiter.
| Bauart | Gesamtkosten |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 11.000 bis 35.000 € |
| Erdwärme mit Kollektoren | 11.000 bis 40.000 € |
| Erdwärme mit Sonde | 11.000 bis 47.000 € |
Quelle: Finanztip, Stand 1. April 2026
Die Spannen entstehen durch unterschiedliche Bezugsgrößen. Das Gerät kostet 8.000 bis 16.000 €, die Installation bei Luft-Wasser etwa 3.000 €. Komplettangebote mit Speicher, Hydraulik und Umfeld liegen höher. In ausgewerteten Angeboten reichten sie von 21.099 bis 54.168 €, im Mittel bei ca. 36.400 €.
Was kostet eine Wärmepumpe für 120 Quadratmeter?
Für ein Haus mit 120 Quadratmetern nennen Portale meist 20.000 bis 40.000 € vor Förderung. Darin stecken das Gerät mit 10.000 bis 20.000 €, die Installation mit 5.000 bis 10.000 € und Umfeldarbeiten mit 2.000 bis 5.000 €. Bei Erd- oder Wasser-Wärmepumpen kommt die Erschließung mit ca. 5.000 bis 15.000 € obendrauf.
Das ist eine grobe Orientierung, kein Angebot. Welche Heizleistung dein Haus braucht, entscheidet der Fachbetrieb. Mehr Spartipps rund ums Haus findest du über weitere Ratgeber im Magazin.
Wärmepumpe Förderung KfW: Wie viel Zuschuss ist drin?

Grundförderung, Boni und Rechenbeispiele
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen. Die KfW zahlt 30 % der förderfähigen Kosten als Grundförderung. Im Einfamilienhaus zählen Kosten bis 28.000 €. Vorher lag die Grenze bei 30.000 €, der Klimabonus bei 20 % und der Effizienzbonus bei 5 %.
Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 %. Er gilt beim Austausch einer Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung. Das Haus muss deine selbstgenutzte Hauptwohneinheit sein, die Altanlage wird fachgerecht entsorgt.
Der Einkommensbonus für Selbstnutzer liegt bei 40 % bis 30.000 € zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen, bei 30 % bis 40.000 € und bei 10 % bis 50.000 €. Haushalte mit kindergeldberechtigtem Kind unter 18 haben eine eigene Staffel. Bei Selbstnutzern sind Grundförderung und Boni auf 70 % gedeckelt. Der Höchstsatz von 80 % gilt nur je nach Antragstellergruppe.
| Fall | Satz | Zuschuss bei 28.000 € |
|---|---|---|
| Nur Grundförderung | 30 % | 8.400 € |
| Grundförderung plus Klimabonus | 46 % | 12.880 € |
| Selbstnutzer mit Einkommensbonus (Deckel) | 70 % | 19.600 € |
Quelle: KfW, Programm 458, Konditionen seit 21. Juli 2026, Abruf 2. November 2026; Rechenbeispiele EasyDealz
Die Beispiele gelten für ein Einfamilienhaus mit voll ausgeschöpften förderfähigen Kosten. Liegen deine Kosten darunter, sinkt der Zuschuss entsprechend.
Voraussetzungen und Fristen
Dein Haus muss ein Bestandsgebäude sein, der Bauantrag mindestens fünf Jahre alt. Das Verteilsystem muss optimiert werden, inklusive hydraulischem Abgleich. Luft-Wasser-Anlagen werden nur gefördert, wenn das Außengerät mindestens 10 dB leiser ist als der EU-Grenzwert. Der Zuschuss steht unter Haushaltsvorbehalt, einen Rechtsanspruch gibt es nicht.
Ab 1. Februar 2027 sinken die Fördergrenzen. Die förderfähigen Kosten gehen dann zum 1. Februar und 1. August jeweils um 750 € zurück. Der Klimabonus sinkt halbjährlich um 4 %, für Anträge ab 1. August 2028 entfällt er. Nachweise für den Einkommensbonus sollen voraussichtlich ab Januar 2027 einreichbar sein.
Ab dem ersten Quartal 2027 soll ein Wertschöpfungsbonus kommen. Die Grundförderung von 30 % soll für Anlagen aus EU-Produktion bleiben. Für andere Herkunft könnte sie zum Beispiel auf 15 % sinken. Die Details sollen im zweiten Halbjahr 2026 folgen.
Wärmepumpe Stromkosten und Wartung: Was kostet der Betrieb?

Stromkosten mit Wärmepumpentarif
Der Strom bestimmt die laufenden Kosten. Mit Wärmepumpentarif und separatem Zähler (Modul 2) zahlst du im Schnitt 24 ct/kWh, die Spanne reicht von 20 bis 29 ct. Dazu kommt ein Grundpreis von ca. 140 € im Jahr. Bei 6.000 kWh Wärmepumpenstrom sind das ca. 1.600 € im Jahr.
| Variante | Arbeitspreis | Grundpreis pro Jahr |
|---|---|---|
| Wärmepumpentarif mit Zusatzzähler (Modul 2) | Ø 24 ct/kWh (20–29 ct) | ca. 140 € |
| Haushaltsstromtarif (Modul 1) | Ø ca. 30 ct/kWh (24–37 ct) | Ø 150 € |
| Wärmestromtarif ohne Zusatzzähler | Ø 31,5 ct/kWh (26–39 ct) | 200 € |
Quelle: Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen, 20. Februar 2026
Ohne zweiten Zähler läuft die Wärmepumpe über einen normalen Haushalts- oder Wärmestromtarif. Der Arbeitspreis liegt dann im Schnitt höher. Die Tarifsuche ist mühsam, denn Vergleichsportale bilden Wärmepumpentarife kaum ab. Ein Viertel der Anbieter rechnet die Netzentgeltreduktion nicht in den Preis ein.
Den Stromverbrauch schätzt du grob so: Teile den Heizenergieverbrauch in kWh durch die erwartete Jahresarbeitszahl. Bei Öl rechnest du Liter mal 10. Bei 20.000 kWh und einer Jahresarbeitszahl von 3,4 sind das knapp 5.900 kWh Strom. Der Wert 3,4 ist der Schnitt von Luft/Wasser-Anlagen in Feldmessungen, einzelne Anlagen lagen zwischen 2,6 und 4,9.
Wartung und Zähler
Die Wartung kostet etwa 150 bis 300 € pro Jahr, zuzüglich Arbeits- und Fahrtstunden. Empfohlen ist sie jährlich bis alle zwei Jahre. Der Schornsteinfeger entfällt bei reinen Wärmepumpen-Systemen. Bei Vollwartungsverträgen lohnt der Blick auf den Leistungsumfang.
Wärmepumpen über 4,2 kW mit Inbetriebnahme ab 1. Januar 2024 muss der Netzbetreiber steuern können (§ 14a EnWG). Dafür gibt es Modul 1 mit einer Pauschale von ca. 110 bis 190 € im Jahr (Werte von 2024) oder Modul 2 mit 60 % weniger Netzentgelt. Modul 2 braucht einen Zusatzzähler und lohnt sich üblicherweise ab ca. 4.000 kWh Verbrauch im Jahr. Bestandskunden mit Wärmepumpe von vor 2024 sollten meist nicht in die neue Regelung wechseln.
Warum wird Heizen mit der Wärmepumpe manchmal teuer?
Typische Effizienzprobleme
Teuer wird es meist durch die Anlage, nicht durch die Technik. Typisch sind eine zu kleine Wärmequelle und zu kleine Heizkörper, die eine hohe Vorlauftemperatur erzwingen. Auch höherer Warmwasserbedarf als geplant, falsche Einstellung durch den Fachbetrieb und eine alte Umwälzpumpe kosten Effizienz.
Die Feldmessungen an 77 Anlagen zeigen weitere Schwachstellen. Viele Wärmepumpen waren überdimensioniert und schalteten zu oft. Bei Kombispeichern waren Heizung und Warmwasser teils nicht sauber getrennt. Der Heizstab ist dagegen selten schuld: Er übernahm bei Luft/Wasser-Anlagen nur 1,3 % der elektrischen Arbeit. Wer die Wärmepumpe mit Haushaltsstrom statt Wärmepumpentarif betreibt, zahlt zudem im Schnitt mehr pro Kilowattstunde.
- CO₂-Emissionen 2024 um 64 bis 68 % unter Gasheizungen
- Luft/Wasser-Anlagen im Schnitt mit Jahresarbeitszahl 3,4
- KfW-Zuschuss für Selbstnutzer bis 70 %
- Anschaffung 11.000 bis 35.000 € bei Luft-Wasser
- Wartung 150 bis 300 € pro Jahr
- Zusatzzähler kann 100 bis 1.000 € und mehr kosten
Wann lohnt sich die Wärmepumpe gegenüber Gas?
Bei einem Gaspreis von 12,45 ct/kWh liefert ein Gaskessel Wärme für ca. 13,8 ct/kWh. Mit Haushaltsstrom zu 37 ct/kWh ist die Wärmepumpe rechnerisch ab einer Jahresarbeitszahl von ca. 2,7 günstiger. Mit Wärmepumpentarif reicht schon etwa 1,7. Luft/Wasser-Anlagen kommen im Schnitt auf 3,4, einzelne liegen mit 2,6 knapp darunter.
Mehr Spartipps fürs Heizen findest du in den Tipps zum Heizkostensparen.
Wärmepumpe Heizkörper: Geht das mit normalen Heizkörpern?
Vorlauftemperatur unter 55 °C als Faustregel
Ja, wenn die Heizkörper groß genug sind. Als Faustregel gilt dein Haus als geeignet, wenn die Vorlauftemperatur möglichst ganzjährig unter 55 °C liegt. Ausreichend dimensionierte Heizkörper laufen im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen wie Flächenheizungen. Wärmepumpen arbeiten auch im Altbau effizient, ohne Sanierung auf Neubaustandard.
Aber auch Heizkörper schließen den Betrieb einer Wärmepumpe nicht aus.
Einzelne zu kleine Heizkörper lassen sich gegen größere oder Niedertemperatur-Heizkörper tauschen. Nach solchen Maßnahmen ist ein hydraulischer Abgleich wichtig. Der Abgleich ist auch Voraussetzung für die KfW-Förderung.
Was ändert sich 2026 und 2027 bei Gesetz und Förderung?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz löst das Heizungsgesetz ab. Die Pflicht zu mindestens 65 % erneuerbaren Energien beim Heizen und Betriebsverbote bestimmter Heizungen entfallen. Du wählst die Technologie frei, etwa Wärmepumpe, Fernwärme, Hybrid, Pellets, Gas oder Öl. Beschlossen wurde das Gesetz am 10. Juli 2026.
Wer Gas oder Öl einbaut, braucht die Biotreppe: 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040. Die Bundesförderung für den Heizungstausch ist laut BMWE bis mindestens 2029 abgesichert. Zwischen dem 8. und 20. Juli 2026 gab es allerdings einen Förderstopp.
Häufige Fragen zu Wärmepumpe Kosten
Portale nennen meist 20.000 bis 40.000 € vor Förderung. Für Luft-Wasser-Anlagen liegt die Spanne nach Finanztip bei 11.000 bis 35.000 €. Meist die Effizienz im Betrieb. Zu kleine Heizkörper mit hoher Vorlauftemperatur, eine überdimensionierte Anlage oder falsche Einstellung treiben den Stromverbrauch. Auch ein höherer Warmwasserbedarf als geplant kann stören. Ja, wenn die Heizkörper groß genug sind und die Vorlauftemperatur möglichst ganzjährig unter 55 °C liegt. Nach Änderungen ist ein hydraulischer Abgleich wichtig. Häufig laufen die Anlagen mit zu hoher Vorlauftemperatur oder falscher Einstellung. Ohne zweiten Zähler kostet der Strom im Schnitt ca. 30 ct/kWh, mit Wärmepumpentarif 24 ct/kWh. Die Grundförderung beträgt 30 %, dazu kommen Klimabonus (16 %) und Einkommensbonus (10 bis 40 %). Selbstnutzer erhalten maximal 70 %, bei 28.000 € förderfähigen Kosten also 19.600 €.Was kostet eine Wärmepumpe für 120 Quadratmeter?
Was ist das größte Problem bei einer Wärmepumpe?
Kann ich eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern betreiben?
Warum wird das Heizen mit der Wärmepumpe sehr teuer?
Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?
Leserfrage: Hast du schon Angebote für eine Wärmepumpe eingeholt – und wie weit lagen die Preise auseinander? Schreib es in die Kommentare.
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